Hund schützt Herz


Nach dem Infarkt
Hund schützt Herz

Der Hund ist nicht nur bester Freund des Menschen, er fördert auch in vielerlei Hinsicht dessen Gesundheit. Im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall senkt der Vierbeiner sogar das Sterberisiko seines Besitzers, wie eine schwedische Studie zeigt.

Herz und Kreislauf profitieren

Hundeliebhaber wissen ganz genau, wie gut ihnen ihr Vierbeiner tut. Er fördert die sozialen Kontakte und zwingt seinen Menschen zum Gassigehen und damit zu Bewegung an frischer Luft. Auch Wissenschaftler bestätigen, dass sich Hunde positiv auf die Gesundheit auswirken. Schon vor Jahren fand man heraus, dass Hunde das Herz-Kreislauf-Risiko ihrer Besitzer verringern, z. B. indem sie deren Blutdruck senken.

Hundebesitzer nach Infarkt im Vorteil

Doch Hunde können noch mehr, wie eine aktuelle schwedische Studie an über 335 000 Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten zeigt. Nach Berücksichtigung anderer Einflüsse wie Alter, Geschlecht und weiteren Erkrankungen ermittelten die Forscher, dass Hundehalter im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt ein signifikant niedrigeres Sterberisiko hatten als Nicht-Hundebesitzer. Das gleiche galt für den Schlaganfall, auch hier senkte der Hundebesitz das Risiko, im ersten Jahr nach Schlaganfall zu versterben. Das Zusammenleben mit einem Partner oder einem Kind wirkte ähnlich, aber etwas weniger ausgeprägt.

Herz-Kreislauf-Prävention geht auch ohne Hund …

Hundebesitzer dürfte dieses Ergebnis erfreuen und sie bei ihrer Entscheidung bestärken, auch im höheren Alter mit einer Fellnase zu leben. Ob die gesundheitsfördernde Auswirkung allerdings wirklich auf den Hund und nicht auf andere, in der Studie nicht erfasste Faktoren zurückzuführen ist, bleibt offen. Verordnen lassen sich Hunde und Hundeliebe sowieso nicht. Ein Trost für alle, die kein Haustier haben oder haben möchten: Sollten hinter der tierischen Risikoreduktion vermehrte soziale Kontakte und mehr Bewegung stecken, lässt sich das auch ohne Vierbeiner bewerkstelligen.

Quelle: Ärzteblatt

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