Im Alter den Durchblick behalten


Wenn die Alterssichtigkeit einsetzt
Im Alter den Durchblick behalten

Manche bemerken schon mit 40 Jahren, dass das Lesen schwierig wird, bei anderen geht es erst ein paar Jahre später los. Die Alterssichtigkeit trifft früher oder später fast jeden. Warum spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Augenarzt aufzusuchen.

Elastizität der Augenlinse geht verloren

Kleine Schrift lässt sich plötzlich nicht mehr entziffern. Erst wenn man den Text etwas weiter von den Augen entfernt hält, erscheinen die Buchstaben klarer. Der Grund für diese Probleme ist eine einsetzende Alterssichtigkeit, bedingt durch die normale Alterung des Auges. In der Jugend ist die Linse des Auges weich und elastisch, sodass das Auge sich an unterschiedliche Sehentfernungen anpassen kann. Beim Blick in die Ferne ist sie flach, beim Blick auf ein Objekt in unmittelbarer Nähe wölbt sie sich stärker. Diese Fähigkeit, Augenärzte sprechen von der Akkommodation, geht nach und nach verloren. Die Linse wird immer steifer und die für die Nahsicht notwendige Anpassung funktioniert nicht mehr.

Drogeriemarktbrille nur vorübergehend geeignet

Viele Menschen behelfen sich zunächst mit einer einfachen Lesehilfe, die es im Super- oder Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Der Augenarzt Christian Theinert vom Pressereferat des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erklärt, dass diese Lesehilfen in der Regel allenfalls für eine kurze Lesedauer und vorübergehend geeignet sind: „Auf Dauer ist eine fachgerecht angepasste Lesebrille besser geeignet, die die individuellen Besonderheiten wie beispielsweise eine Verkrümmung der Hornhaut (Astigmatismus) oder den Pupillenabstand berücksichtigt.“

Früherkennung des Grünen Stars

Wenn die Alterssichtigkeit (Presbyopie) einsetzt, ist es sinnvoll, zunächst eine Augenarztpraxis aufzusuchen. Denn bei einer fachärztlichen Untersuchung lässt sich abklären, ob die Augen abgesehen von der Alterssichtigkeit gesund sind. Einige Augenerkrankungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, beispielsweise das Glaukom (Grüner Star), bei dem ganz allmählich der Sehnerv abstirbt. Diese Krankheit verläuft lange ohne Beschwerden und verursacht keine Schmerzen. Um auf einen Grünen Star aufmerksam zu werden, empfehlen Augenärzte ab dem Alter von 40 Jahren eine Früherkennungsuntersuchung. So lässt sich die Erkrankung behandeln, bevor das Sehvermögen bedroht ist.

Quelle: BVA

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